Demokratie als Ausgangs- und Endpunkt von Engagement und Zivilgesellschaft
Demokratie ist mehr als nur eine Staats- und Regierungsform. Im Konzept der Demokratie auf Basis des Grundgesetzes steht sie stets im Dienst der Realisierung sozialer Gerechtigkeit, des Schutzes der Menschenwürde und der Grundrechte sowie der Schaffung wirtschaftlicher, technischer und sozialer Voraussetzungen für die Prosperität der Gesellschaft – und das im Sinne gleichwertiger Lebensbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger. Das zze steht für einen bestimmten Typus von Demokratieforschung, der die Zusammenhänge von Engagement, Systemvertrauen und politischer Aktivität herausarbeitet und analysiert. Mit dem „Monitoring demokratische Integration“ wurde methodisch Neuland betreten, da „demokratische Integration“ nicht als Merkmal von Personen und Personengruppen, sondern von Regionen verstanden wird. Gibt es Strukturbedingungen von Regionen, die Einfluss darauf haben, was das zze als „demokratische Integration“ bezeichnet? Während dieser Zusammenhang im Monitoring Demokratische Integration 1.0 noch sehr deutlich herausgearbeitet werden konnte, zeigte sich im Monitoring Demokratische Integration 2.0, dass die aktuellen politischen Dynamiken, insbesondere die Polarisierung in der Gesellschaft, die Zunahme populistischer Positionen und der Einfluss sozialer Medien diesen Zusammenhang zunehmend verdecken. Gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) und dem Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft (FIFAS) ist das zze in der Demokratieforschung aktiv und sieht sich angesichts der Bedrohung der Demokratie in besonderer Weise herausgefordert.